Kein Nachfolger für Murxel

„Der Umgang mit kritischen Stimmen ist bei uns schon lange kein guter. Einer meiner ersten prägenden Erinnerungen an Politik war eine Rede von Kurt Biedenkopf Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderst zum Thema Rentenproblematik. Biedenkopf war damals Generalsekretär der CDU und legte schlüssig dar, dass und warum aufgrund des Pillenknicks das Rentensystem so nicht funktionieren könne. Seine Ausführungen waren korrekt, Handlungsbedarf war selbst für mich als Kind klar erkennbar. Ob sein Lösungsansatz der beste war, konnte ich nicht beurteilen, dass aber eine Reform nötig war, stand außerhalb jeden Zweifels.

Wie Kinder nun einmal sind, erwartete ich, dass die Erwachsenen jetzt vernünftig handeln würden und das Problem lösen. Das aber entpuppte sich als eine wahrhaft kindische Vorstellung. Tatsächlich war Helmut Kohl stinksauer und Biedenkopfs Karriere als Generalsekretär nahm ein abruptes Ende. Die „Lösung“ des Problems war Norbert Blüm, dessen Satz „Die Rente ist sicher“ in die Annalen Deutschlands eingegangen ist (bitte abheften unter „fake news“). Hätte man die Rentenproblematik damals noch mit Aufwand, aber verträglich lösen können, ist das heute deutlich schwieriger. Das ist so ähnlich wie mit Krebs: Rechtzeitig erkannt, lassen sich viele Arten gut behandeln. Das ist zwar nicht angenehm, aber je früher, desto weniger belastend ist die Therapie und desto besser sind die Heilungschancen. Hat sich der Krebs erst einmal ausgebreitet, dann wird es ernsthaft schwierig, oft unmöglich. …

…“

http://www.achgut.com/artikel/warum_keiner_mutti_beerben_will

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