Frauenquote war gestern: Der Clash zwischen Feminismus und Migration

„Dass sich das nicht gut verträgt und der Feminismus durch den aktuellen Zeitgeist schon wieder überlagert und verdrängt wird, hatte ich schon öfters hier. Ein neuer Aspekt dazu:

Dass NRW unser schlimmster failed state ist (und das will in Anwesenheit von Berlin schon einiges bedeuten), ist bekannt.

NRW unter Hannelore Kraft ist ja eigentlich auch so eine extreme SPD-Feminismus-Gender-Suppe. Sogar die Eichhörnchen auf Ecstasy jubeln schon über die hohe Frauenquote in den Regierungsposten. Gleichzeitig steht das Bundesland kurz vor dem Zusammenbruch – oder kurz danach, je nach Sichtweise. (Komisch: Normalerweise stellen die Soziologen doch zu jeder Korrelation oder auch nur jeder Koinzidenz sofort Kausalbehauptungen auf)

Eben ging’s da noch wie bekloppt um Frauenquoten. Überall Frauen.

Scheint, als wären Frauenquoten plötzlich gestern gewesen.

RP Online berichtet, dass man in mehreren Städten in NRW nur noch maximal eine Polizistin pro Streife erlauben will, die Frauenquote also deutlich absenkt.

In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens sollen Streifen möglichst nur noch mit maximal einer weiblichen Polizistin besetzt werden. “Wir achten darauf, dass es möglichst gemischte Streifen gibt. Man muss sehen, dass es Einsätze gibt, wo es zu Gewaltanwendung kommen kann. Und da ist es schon von Vorteil, wenn eine männliche Person dabei ist”, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Essen. […]

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) liegt der Frauenanteil bei der Polizei in NRW bei rund 40 Prozent. Mit den gemischten Streifen sollen die weiblichen Beamten besser vor Übergriffen geschützt werden. Polizeikreisen zufolge werden Frauen im Einsatz zunehmend mit fehlendem Respekt behandelt.

Da ich ja inzwischen auch schon etwas älter bin: Es gab mal eine Zeit, da war die Polizei noch dafür da, andere vor Übergriffen zu schützen. Heute muss die Polizei vor Übergriffen geschützt werden.

Erinnert mich irgendwie an Demolition Man: Da war das San Angeles Police Department auch nicht mehr in der Lage, sich zu wehren, und musste einen aus der Vergangenheit auftauen, der noch weiß, wie das geht.

“Wenn zwei Polizistinnen zum Beispiel vor einem Rocker stehen und ihm sagen sollen, was er zu tun hat, nimmt der sie nicht wirklich ernst. Das ist nun einmal Tatsache”, sagte ein Kriminalhauptkommissar, der anonym bleiben möchte. “Das Gleiche gilt für viele Migrantengruppen. Die kommen aus einem anderen Kulturkreis und respektieren Frauen als Polizisten einfach nicht.”

Tja. Da hat man versagt. Kindergärten hat man gegendert, Pippi Langstrumpf und den Bundestag, aber die Rocker, die hat man vergessen.

Warum gibt es im Jahr 2017 immer noch keinen Gender-Unterricht für Rocker? Warum klärt man die nicht endlich mal über Frauenquoten, Sexismus, Transsexualität, Chancengleichheit und Patriarchat auf?

Wie konnte man das versäumen?

Und warum dürfen die noch im Stehen pinkeln?

In Städten wie Duisburg oder Essen haben zudem kriminelle Banden ganze Straßenzüge unter sich aufgeteilt.

Ja, gut, das haben SPD und Linke hier in Berlin auch…

Die CDU-Opposition im Landtag bezeichnet diese Gegenden als No-go-Areas. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hingegen verwahrt sich gegen den Begriff und verweist darauf, dass es in NRW und ganz Deutschland keine Gegenden gibt, die von der Polizei gemieden werden. “Wir können in solche Gegenden aber nicht nur Frauen zu Einsätzen hinausschicken”, betont der Kriminalhauptkommissar.

Hähähähä.

Wir können schon, nur eben nicht wir alle.

Das ist ja schon subtile Sprachakrobatik.

Bei der Bereitschaftspolizei werde bei konfliktträchtigen Einsätzen darauf geachtet, dass kleine und schmächtige Frauen nicht in der ersten Linie eingesetzt werden.

Uh oh. Da haben sie aber in den Gender Studies ja gar nicht aufgepasst. Das ist ja Lookism, und weil Frauen im Durchschnitt kleiner sind, ist jede Größenbeschränkung natürlich strukturell frauendiskriminierend.

Warum hören die nicht auf Soziologen? Klein und schmächtig sind ja alles nur gesellschaftlich konstruierte Kategorien zur Aufrechterhaltung des Patriarchats. (Ich habe meine Gender-Hausaufgaben gemacht!) Das wird ja nur durch Sprechakte erzeugt, geformt, verfestigt, reproduziert und zum Geschlechterstereotyp gemacht. Man muss zunächst mal aufhören, das überhaupt zu erwähnen.

Und dann muss man eben in diese Stadtteile und deren gesellschaftlich erzeugte Vorstellungen von Geschlecht und Größe dekonstruieren. Hinterfragen. Ihnen Privilegien nehmen.

Macht mal. Ich guck mir das dann an.

Witzel sieht in den gemischten Streifen ein weiteres Zeichen dafür, dass in Teilen des Landes inzwischen Parallelgesellschaften die Regeln bestimmen.

Nein… is nich wahr. Wo uns doch Angela versprochen hat, dass das ja gar nicht passieren kann. Das kann ja gar nicht sein. Alles nur rechtsradikale Stimmungsmache. Wieso kann man sowas überhaupt noch über das Internet verbreiten?

Martina Filla von der GdP-Frauengruppe sagte jüngst in einer internen Polizeiveranstaltung, dass Polizistinnen leider immer noch gegen Klischees ankämpfen müssten. Die Denkweise, den Polizeiberuf auf das Körperliche zu beschränken, sei mehr als verstaubt.

Ja, wenn sie meinen, dann lasst sie doch da Streife gehen. Und sagt halt den Rockern und anderen Gegenden, sie sollen das nicht so körperlich sehen.

“Längst ist bewiesen, dass die Aufnahme von Polizistinnen die Polizei positiv verändert hat”, sagte Filla.

Ja, die Polizei hat es positiv verändert. Aber NRW?

Ich bin ja mal auf die Wahl gespannt.“

http://www.danisch.de/blog/2017/02/11/frauenquote-war-gestern-der-clash-zwischen-feminismus-und-migration/

hehehe 😉

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