r.i.p. liebe susanne kablitz!

wir kannten uns leider nur virtuell, umso mehr schmerzt dein viel zu früher Abgang! Liebe Susanne, lebe wohl!

Zitat Susanne: „Wir leben wieder in einer faschistischen Diktatur nach Muster 1933, die heutigen Nazis sind flüchtlingsbesoffene Gutmenschen und asoziale „Antifaschisten“. Wer die Wahrheit ausspricht, wird verfolgt. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann es Tote auf beiden Seiten gibt. Die SPD hat bereits offen zur Gewalt aufgerufen und will jetzt sowohl Bundespräsident wie auch Kanzler stellen.“

„Leider kommt man nicht umhin festzustellen, dass dieses hochnotpeinliche Land sich seinen unausweichlichen nächsten Untergang mehr als redlich verdient. Deutschland ist verloren. Endgültig. Umkehrbar wäre das alles – vielleicht – nur noch mit äußerst drastischen Maßnahmen. Die sich aber KEINE Partei traut. Weil sie alle immer nur auf die Mehrheit starren. Auf die Futtertröge. Weil sie da gut versorgt sind. Und weil sie kein Rückgrat haben, auch einmal einer vorübergehenden Empörung standzuhalten und zu den eigenen Überzeugungen fest zu stehen. Immer kommt einer daher und mahnt die nächsten Wahlen an. Dass man gewinnen will und muss. Und dass man die angeblich erreichten Ziele nicht gefährden darf, indem man die „Volksseele“ verletzt. Und genau in dem Moment sind sie alle mit Haut und Haaren an den Teufel verkauft. Und das noch nicht einmal zu einem guten Preis.
Es ist einfach nur noch widerwärtig. Möge er bald kommen und möge er endgültig sein, denn wer aus dem letzten Untergang nichts gelernt hat, hat keine dritte Chance verdient.
Vielleicht kann es auf diese Weise irgendwann wieder gut werden. Mit Menschen, die aufrecht gehen, selbstbewusst sind und sich von ihrer Staatsbesoffenheit erholt haben. Die, die auf diesem Weg auf der Strecke geblieben sind, sind eben die Opfer. Aber – so hoffe ich – wenigstens für einen guten Zweck.“

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„Nach der Hiobsbotschaft über den viel zu frühen Tod von Susanne Kablitz verweile ich seither fassungslos in einer Art Schockstarre. Auf das verzweifelte Umherklicken in der Hoffnung, es handle sich um eine Falschmeldung, setzte sich schließlich die traurige Gewißheit, eine der liebenswürdigsten, schlagfertigsten und nicht zuletzt fleißigsten deutschen Leuchttürme freiheitlichen Denkens verloren zu haben.

Das erste Mal hörte ich von Susanne, als sie die Nachfolge als Bundesvorsitzende der „Partei der Vernunft“ (PDV) im Jahre 2013 antrat. Ich war zu jenem Zeitpunkt zwar bereits schon ein knappes Jahr nicht mehr Mitglied derselben, wurde aber dennoch neugierig, wer sich wohl hinter der charmanten sowie energiegeladenen Frau mit den roten Haaren und dem sympathischen Lächeln verbergen mochte. Bereits ein Jahr später legte sie den Vorsitzen wegen parteiinterner Streitigkeiten nieder.

Kampf gegen Zwangskollektivismus und initiierende Gewalt

Wie sich herausstellen sollte, bestanden mehrere Parallelen zwischen uns, allen voran der vor mehreren Jahren vollzogene geistige „Paradigmenwechsel“ nach eingehender Lektüre des ebenfalls zu früh verstorbenen Freiheitsdenkers Roland Baader (1940-2012).

Ähnlich wie den großartigen Mann aus Waghäusel, den Susanne als eine Art Vaterfigur verstand und dem sie neben ihrem Ehemann ihren einzigartigen Roman „Bis zum letzten Atemzug“ (2015) widmete. Ihre Analysen und Einschätzungen zum aktuellen Zeitgeschehen sprachen freiheitsliebenden Menschen aus der Seele und baten stets die Möglichkeit zur individuellen Horizonterweiterung.

Mutig, entschlossen und unbeirrbar stemmte sich Susanne Kablitz gegen die in Deutschland einmal mehr ersatzreligiöse Tendenz zur Verabsolutierung und Einmischung des Leviathans in sämtliche Lebensbereiche des Individuums. Im Zuge dieses Kampfes gegen Zwangskollektivismus und initiierende Gewalt schrieb sie nicht nur mehrere kurzweilige und erhellende Bücher. Sie stand zudem in Vorträgen ihre Frau, war bis kurz vor ihrem Tod Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. In zahlreichen Publikationen veröffentlichte sie Artikel, darunter bei eigentümlich frei, dem European und der JUNGEN FREIHEIT.

„Dieses Land ist unrettbar verloren!“

Darüber hinaus gründete die gelernte Versicherungskauffrau und studierte Wirtschaftsrechtlerin im Jahr 2012 den Hayek-Club für Krefeld und den Niederrhein sowie 2014 den Juwelenverlag, welcher den aus dem sozialistischen Einheitsbrei ausscherenden, kritischen Autoren seither eine Stimme im Zeitalter der Entklärung sowie „political correctness“ verleiht.

Als Chefredakteurin und Gründerin des Online-Magazins Juwelen – Das Magazin zog Susanne Kablitz überdies mit vielen Co-Autoren, welche sie im Laufe der Jahre schätzen und lieben lernten, über einen weiteren Weg zum Ziele einer Rückbesinnung zur Vernunft zu Felde. In ihrem letzten Artikel „Dieses Land ist unrettbar verloren!“ vom 10. Februar zeichnete sie, so wie einst Ludwig von Mises, eine sehr düstere Prognose hinsichtlich der weiteren Entwicklung eines Deutschlands, das den ethisch-moralischen Kompaß größtenteils verlorenen hat:

„Es gibt diesen Tag im Leben eines jeden Menschen, wo er sich einer Sache definitiv sicher ist. Wo er genau und hundertprozentig weiß, daß es so kommen wird wie er es sich niemals gewünscht hat. Ein solcher Tag ist auf der einen Seite bedrückend, auf der anderen ungemein befreiend. Denn man weiß, daß man gegen den Fortgang der Geschichte nicht ankommen wird. Egal, was man schreibt oder sagt oder tut.“

Ein indirekter Abschied? Man weiß es nicht.

Augenzwinkernder Perfektionismus

Zu befürchten steht jedoch, daß sie, wie Ludwig von Mises, dessen brillante sozio-ökonomische Weitsicht vom damaligen Bürger-Einheitsbrei ebenfalls zu weiten Teilen ungehört verhallte, recht behalten wird. Doch diese, wenngleich auch hier stets realistische, pessimistische Seite war nach meinem Dafürhalten nur eine von vielen, welche Susanne kennzeichneten.

Unvergessen bleiben mir die stundenlangen Gespräche mit ihr, die nicht nur alle thematischen Regionen abzudecken schienen, sondern dabei sämtliche Gemütslagen ungekünstelt und ehrlich widerspiegelten. Auch die unzähligen Mails, in denen wir uns gleichermaßen unserem Hang zum (augenzwinkernden) Perfektionismus hingaben und manche Dateien an die zwanzigmal zwischen uns zirkulierten, da irgendwo noch ein Pünktchen oder dergleichen eingefügt werden musste, werden mir im Gedächtnis bleiben. Wir lachten und bangten, wir verzweifelten und hofften gemeinsam.

Dankbarkeit wird irgendwann die Trauer überwiegen

Der Tod von Susanne Kablitz bedeutet einen schrecklichen Rückschlag für uns Hinterbliebene. Er stellt nicht nur für die freiheitliche Szene Deutschlands eine Tragödie dar, sondern ist vor allem und in erster Linie ein nicht zu beschreibender, menschlicher Verlust.“

https://jungefreiheit.de/allgemein/2017/bis-zum-letzten-atemzug-fuer-die-freiheit/

 

 

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